Buchstaben-Junkie

FreiWillig – Lilly M. Beck

Juli 1, 2021

Die Fakten

Titel: FreiWillig
Autorin: Lilly M. Beck
Reihe: FreiWillig
Format: E-Book
Verlag: Berlinable UG
Veröffentlicht: Juni 2020 – Januar 2021
Seiten: ca 600

Meine Bewertung

Der Inhalt

Schauplatz: Berlin
Protagonist: Hanna
Die Story ist: prickelnd, erotisch, interessant
Zeit: aktuell

Klappentext

Von realen Ereignissen inspiriert:

Hier ein einfaches Rezept für etwas Aufregung im Alltag: man nehme
– die pulsierende Metropole Berlin,
– zwei attraktive, neugierige Menschen, Hanna und Gregor, die sich dort heimlich zum Fremdgehen verabreden, und
– die Bereitschaft, sich komplett fallen zu lassen.

Mein Fazit

20 Teile. Meine Einstellung zu dieser Art von Kurzgeschichten kennt ihr. Aber ich gebe eigentlich allem eine Chance und deshalb bin ich erneut nach Berlin gereist und habe Hanna und Gregor besucht. Nach dem ersten Teil im Juli 2020 wollte ich natürlich immer noch wissen, wie es bei den beiden weitergegangen ist und ob sie das klassische Roman Ende erwartet hat oder die Leser überrascht wurden.

Deshalb erneut ein Dankeschön an die Autorin und den Verlag für die Rezensionsexemplare von FreiWillig.

Ich darf nun behaupten, dass man alle Teile auch für sich allein lesen kann. Und das hier vielleicht auch sollte. Zumindest mit kleinen pausen. Jeder einzelne Teil ist schön kurzweilig und versüßt einem die Warterei beim Arzt, die Fahrt in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder die Mittagspause im Park wunderbar. Die durchschnittlich 30 Seiten lassen sich gut lesen und regen das Kopfkino ordentlich an. Lilly bleibt ihrem Stil treu und wirkt nicht billig oder „schmutzig“. Es macht wirklich Spaß die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Allerdings ist es mir wohl zum Verhängnis geworden, dass ich alles am Stück gelesen habe. Denn dann ging es eigentlich non Stop um das eine. Die wohl schönste Nebensache der Welt. Aber auf geballt auf ca. 600 Seiten, war es mir dann doch ein bisschen too much. Was ich aber gar nicht negativ werten möchte.

Es passt absolut in die Geschichte und ins Genre und ist total richtig gewählt.

Und ich möchte die Story auch nicht auf den Sex reduzieren. Wir als Leser dürfen Hanna und Gregor in ganz unterschiedlichen Szenen kennenlernen. Gregor fordert Hanna heraus, lässt sie an ihre Grenzen gehen und das nicht nur als seine Sub. Er lässt sie wachsen. Viele kleine Gesten, die zeigen, dass da eben mehr ist als nur eine sexuelle Anziehung und Verbindung. Natürlich darf auch hier das Drama, die Tränen und der ein oder andere Griff ins Klischee nicht fehlen. Ich glaube, das ist das „Salz“ in jeder guten Story-Suppe. Und auch wenn ich jetzt ein wenig Spoilern muss – Danke Lilly, dass du Hanna und Gregor das Ende gegeben hast, was sie als Geschichte verdient haben. Es war mit trotz der vielen Orgasmen eine Freude, diese Geschichte bis zum Schluss zu begleiten.