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Der Ungläubige – Jasmin Thoma

September 21, 2020

Die Fakten

Titel: Der Ungläubige
Autorin: Jasmin Thoma
Reihe:
Format: E-Book, Gebunden, Taschenbuch
Verlag: tredition
Veröffentlicht: Oktober 2019
Seiten: 168

Meine Bewertung

Der Inhalt

Schauplatz:
Protagonist: Lydia
Die Story ist: Real, Emotional, Wachrüttelnd, Kritisch
Zeit: aktuell

Klappentext

Amir kommt aus einer streng gläubigen, muslimischen Familie, ist selbst aber überzeugter Atheist. Er verheimlicht nicht nur seinen Unglauben, sondern auch seine Beziehung zu der Studentin Lydia- wissend, dass seine Eltern beides nie akzeptieren würden. Damit nicht genug sieht, Lydias konservativer Vater Amir immer noch als Moslem und ist gegen die Beziehung. Zu allem Überfluss stößt Amirs islamkritische Haltung Lydias bester Freundin Natalie sauer auf.
Schließlich wird ihnen klar, dass mehr auf dem Spiel steht, als bloß das Verhältnis zu ihren Familien und Freunden. Kann es für Lydia und Amir trotz allem eine gemeinsame Zukunft geben?

Mein Fazit

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich freue mich immer sehr, wenn ich Bücher entdecken darf, die alles andere als 0815 sind. Die Themen behandeln, an die sich nur wenige ran trauen.

Dieses Buch ist sehr Gesellschaftskritisch und zeigt mit dem Finger auf Dinge, die gerne nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden. Das hat mir sehr gut gefallen.

Wenn man die Geschichte von Amir und Lydia liest, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich nicht um einen klassischen Roman handelt. Wir haben es hier mehr mit wissenschaftlicher Literatur zutun. Die Autorin geht da im Nachwort auch noch ausführlich drauf ein. Dementsprechend sind auch die Unterhaltungen zwischen den einzelnen Charakteren und die Handlungen nicht in klassischer Romansprache. Was es manchem Buchliebhaber etwas schwer macht, in die Story einzutauchen.

Leider bin ich mit einer etwas anderen Erwartung an die gut 150 Seiten gegangen. Somit war es auch für mich nicht ganz einfach, mit Lydia warm zu werden.

Die Geschehnisse selbst sind aus Lydias Sicht erzählt. Die Autorin beschreibt sehr ausführlich die innere Zerrissenheit der Protagonistin. Die Probleme mit Familie und Freunden, aber auch die Zweifel und den starken Willen, es mit Amir zu schaffen. Einen Weg zu finden, gemeinsam glücklich zu werden.

Ich kann diese Geschichte empfehlen, aber nur an Leute, die gerne Literatur neben dem klassischen Roman lesen. Allen anderen wird dieses Buch wohl zu trocken und gestelzt vorkommen. Hier schlägt doch sehr der wissenschaftliche Charakter ein und man merkt, dass „Der Ungläubige“ aus einer Bachelorarbeit entsprungen ist. Dennoch großen Respekt an Jasmin Thoma, dass sie diesem Thema mit Amir und Lydia eine Stimme gegeben hat.