Buchstaben-Junkie

Renate Hoffmann – Anne Freytag

September 20, 2013

Die Fakten

Titel: Renate Hoffmann
Autorin: Anne Freytag
Reihe:
Format: E-Book, Taschenbuch
Verlag: CreateSpace
Veröffentlicht: September 2013
Seiten: 300

Meine Bewertung

Der Inhalt

Schauplatz:
Protagonist: Renate
Die Story ist: Emotional
Zeit: aktuell

Klappentext

Frau Hoffmann beschließt zu sterben. Doch auch das will gut organisiert sein.

Das Leben trostlos. Die Lösung naheliegend. Der Sprung vom Balkon.

Aber, was so einfach klingt, ist es nicht, denn das Leben schert sich nicht um Renates Selbstmordpläne. Die neue Vorgesetzte, Herberts Briefe oder die Erkenntnis, dass sie noch nie masturbiert hat, halten sie immer wieder davon ab, ihren Plan endlich in die Tat umzusetzen.

Renate Hoffmann hatte nicht immer sterben wollen. Es hatte einmal eine Zeit gegeben, in der sie nicht nur am Leben, sondern tatsächlich lebendig gewesen war. Sieben Jahre zuvor schien das Leben noch voller Möglichkeiten. Bis zu jenem verhangenen Tag im November…

Mein Fazit

Aller guten Dinge sind drei sagt man, und genau das trifft hier zu.

“Irgendwo dazwischen” und “434 Tage” habe ich bereits gelesen und nun ist mein Date mit “Renate Hoffmann” auch beendet.

Jetzt sitze ich vor einem mittlerweile nicht mehr ganz weißem Blatt Papier und stehe vor der Frage – was schreibe ich? Man kann ein solches Buch nicht mit einfachen Worten beschreiben, es würde diesen auf Papier gebannten Sätzen nicht gerecht werden.

Renate ist eine beeindruckende Frau, die ihr leben als kleine Raupe beginnt. Sie lebt unbedacht in ihrem kleinen Universum und frisst das Blattgrün in sich hinein. Sie ist ein Einzelgänger ohne innige Bindung zur Familie. Ein Schicksalsschlag sorgt dafür, dass sie sich verpuppt und 7 Jahre im Dauerschlaf verbringt. Die Begegnung mit einem herzensguten Menschen bricht den Kokon letztendlich auf und lässt einen wunderbaren Schmetterling entschlüpfen.

Die Geschichte von Renate Hoffmann ist sehr emotional und ergreifend. Man lernt eine Frau kennen, die völlig mechanisch durch den Alltag läuft und eigentlich mehr Tod ist als lebendig.
Doch man kann genau nachvollziehen, wie sie von Renate zu der funktionierenden Frau Hoffman und dann wieder zu Renate wird.

Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass so wunderbar ohne großartige und ausschweifende Konversationen zwischen den Protagonisten auskommt. Anne nutzt Gefühle und Emotionen, um Aussagen und Handlungen genau auf den Punkt zu bringen. Manchmal reichen Worte aber auch einfach nicht aus.

Ich kann dieses Buch mit bestem Wissen und Gewissen empfehlen. Ihr wollt mal etwas lesen, das so gar nicht Mainstream ist – dann trefft euch mit Renate, aber vergesst die Taschentücher nicht.