Ain’t nobody: Halte mich – Anastasia Donavan

Wenn einem Magersucht Stärke verleiht

Kurzbeschreibung:
Annas Leben ist geprägt durch Magersucht, Missbrauch und Gewalt. Ganz allein kämpft sie gegen ihre Dämonen und lässt niemanden an sich heran – bis sie auf Karim trifft. Ihm gelingt das, was sonst kein anderer schafft: Er erhält einen Blick hinter Annas Maske und verliebt sich in sie. Durch diese Begegnung verändert sich ihr Leben schlagartig und es beginnt ein Kampf um Liebe, Vertrauen und Gerechtigkeit.

Taschenbuch: 460 Seiten
Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (22. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3958692893

Über die Autorin:
Anastasia Donavan wurde 1981 geboren und schrieb bereits im Grundschulalter (Bilder)geschichten. Die Idee zu ihrem ersten Manuskript hatte sie mit 16 Jahren, aber ihre innere Dramaqueen sorgte dafür, dass es nicht an die Öffentlichkeit gelang. Viele Jahre, eine Hochzeit und zwei Kinder später entschied sie sich im Jahr 2015 aus der Grundidee eine neue Geschichte zu schreiben. Ihre Dramaqueen ist immer noch ein Teil von ihr und so lebt sie nach dem Spruch „Life isn’t about waiting for the storm to pass. It’s about learning to dance in the rain.“ Momentan lebt sie mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und zwei Katzen an der deutsch-französischen Grenze und verdient ihren Lebensunterhalt als Assistentin der Geschäftsführung in Teilzeit. Ihre Leidenschaft ist das Schreiben. Falls sie ihr nicht nachgeht, liest sie gerne Liebesgeschichten, aber auch gute Thriller, oder Horrorgeschichten.

Ein Geschichte wie diese würde ich gerne viel öfter lesen. Ernste Themen treten oft einfach in den Hintergrund, oder werden ganz verschwiegen. Dabei ist das Leben nicht immer rosa und hellblau. Natürlich brauchen wir ab und zu diese heile Welt in der sich zwei Menschen treffen, lieben und bis an ihr Lebensende glücklich sind. Aber manchmal wollen wir aus dieser Blase ausbrechen und brauchen auf den Seiten zwischen unseren Finger etwas Echtes. Etwas, das uns daran erinnert, wie gut es uns eigentlich geht. Genau dies hat die Autorin mit ihrem Werk geschafft. Sie zieht einen in die Geschichte von Anna und Karim hinein und spuckt einen erst auf der letzten Seite wieder aus.

Dieses Buch ist sicher nichts für “mal eben”, aber wenn man sich auf die Story einlässt, darf man einige wunderbare Lesestunden freuen.

Anna ist eigentlich ein glückliches Mädchen. Sie geht zur Schule, hat ihre Freundinnen und Jungs sind natürlich auch ein Thema. Nach Außen gibt sie die Starke. Das Mädchen, dass genau weiß, was es will. Was sie aber nicht zeigt, ist all das, was in ihr vorgeht. Magersucht, Missbrauch, Unverständnis.

Karim ist bekannt, stark und selbstsicher. Wenn es sein muss, lässt er lieber seiner Muskeln sprechen, statt seiner Stimme. Auch er zeigt sich nach Außen als der perfekte Anführer. Als er dann aber Anna begegnet, öffnet sich in ihm eine ganz unbekannte Gefühlswelt.

Eine Liebesgeschichte, die so viel mehr Seiten hat, die alle entdeckt werden wollen. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und noch eine Zeit, nach dem letzten Wort, in einem nachhallt.

Ich bin sehr gespannt, was uns noch erwartet.

Eure
unterschrift

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