LEIF – Hungrig nach Leben – Silke Heichel

Leif

Loslassen – Leben

Kurzbeschreibung:
Nina ist siebzehn und wenn sie etwas nicht leiden kann, sind es Risiken und Unsicherheit. Da trifft es sich nicht unbedingt gut, sich auf den draufgängerischen, unbesonnenen Leif einzulassen … Oder doch?

Taschenbuch: 190 Seiten
Verlag: CreateSpace; (24.03.2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1482569620
ISBN-13: 978-1482569629

Über die Autorin:
Silke Heichel schreibt Kurzgeschichten, Gedichte und Romane. Diverse Veröffentlichungen in Anthologien z.B. B.O.E.P. 2011 von Chichili Publishing.

Es ist mir noch nie so schwer gefallen einen Rezension zu schreiben ohne zu viel über den Inhalt zu verraten. Bei diesem Buch will man alles laut raus schreien und alle an der Geschichte teilhaben lassen. Man will sich austauschen und diesen Druck loswerden, den dieses Buch in einem aufbaut.

Fangen wir bei dem Cover an. Fast komplett in Grautönen gehalten könnten Cover und Inhalt kaum gegensätzlicher sein. Diese geschriebenen Worte stecken so voller Farbe und Energie, dass man sich als Leser fast wie in einem Adrenalinrausch fühlt.

Nina und Leif gehen auf die gleiche Schule. Er ist der Traum eines jeden Mädchens. Alle wollen ihn, viele kriegen ihn – allerdings meist nur für einen sehr kurzen Zeitraum. Es ranken viele Gerüchte um den guten Mann und sein Ruf eilt ihm meist voraus. Seine Devise – man lebt nur einmal, warum also mit angezogener Handbremse durchs Leben fahren.

Nina ist da eher die Ruhige und Unauffällige – lieber nichts riskieren. Sie ist mit sich zufrieden zumindest oft. Auch sie kann sich dem Magnetfeld von Leif nicht entziehen und dann scheint wirklich der Tag gekommen zu sein, an dem er sie sieht. Schafft Nina das, was so viele Mädchen vor ihr versucht haben und kläglich dabei gescheitert sind. Schafft sie es dem Herzensbrecher die drei so wichtigen Worte zu entlocken. Oder kann man ein freiheitsliebendes Tier einfach nicht in einem Käfig halten?

Im Prolog dürfen wir einem Gespräch von Leif und Nina lauschen, doch was es damit auf sich hat, erfahren wir erst im Epilog, denn das gesamte Buch spielt in der Vergangenheit.

Der Leser erlebt viele Höhen und Tiefen mit Nina und man könnte denken, man sitzt in der längsten Achterbahn der Welt. Einige Entscheidungen konnte ich schwer nachvollziehen und ich hätte Nina gerne zwischendurch wach geschüttelt. Es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte von zwei Teenagern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich vielleicht gerade deshalb so wunderbar ergänzen. Sehr gefühlvoll und sinnlich.

Ich gebe eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch, möchte aber gleichzeitig einen Rat mitgeben – Legt die Taschentücher nicht zu weit weg.

Für alle die, die das Buch bereits gelesen haben, geht meine Rezi hier noch ein bisschen weiter.

öffne mich

Die letzten Seiten vom Schluss, aber erst recht der Epilog haben mir im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe so fest mit einem Happy End für die beiden gerechnet, dass mich das Ende völlig unvorbereitet getroffen hat – wie ein fester Schlag in den Magen. K.O. Auf voller Linie. Vielleicht war ich ein wenig naiv und es gab Vorzeichen, wenn ja – ich habe sie nicht gesehen. Ich habe Rotz und Wasser geheult und das Buch lässt einen völlig aufgewühlt zurück. Da konnte mich auch die Sache mit dem gemeinsamen Baby mich nicht wieder runter holen. Ich glaube, dieses Buch wird noch lange in meinem Kopf nachklingen und jetzt brauche ich dringend eine Komödie mit Happy End Garantie.

Eure
unterschrift

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